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Quiltkunst im DGH Elbgrund

Ausstellung der "Quilter-ohne-Grenzen" am 10. Dezember 2006 von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Erstmalig präsentiert die Gemeinde Elbtal im Rahmen ihrer kulturellen Veranstaltungen eine Ausstellung mit Quilts und Patchworkarbeiten.

Von China ausgehend waren Quiltstoffe im gesam­ten Orient verbreitet. Kreuzritter nutzten den Stoff für Unterhemden, die sie unter der Rüstung trugen, und brachten die Kunst des Quiltens nach Europa. Eine starke Kältewelle im 14. Jahrhundert in Eng­land führte zu einer weiten Verbreitung von Quilts in Form von Kleidung, Decken und Wandteppichen.  

 

Die frühen amerikanischen Siedler, die mit kleinen und kleinsten Stoffstücken arbeiten mussten, führten das Quilten gemeinsam mit dem Patchwork zu einer in einigen Gegenden (z.B. bei den Amish) heute noch gepflegten handwerklichen Kunstform. Das gemeinsame Arbeiten der Siedlerfrauen bei so ge­nannten „Quilting Bees“ war ein wichtiges soziales Ereignis, bei dem die vorbereiteten Patchworkstücke gemeinsam zu Quilts verarbeitet wurden und Neuig­keiten und Geschichten ausgetauscht wurden. Je nach Region entstanden verschiedene Stile für die Quilts, die als Bettdecke oder Wandbehang häufig das einzige Schmuckstück in den kargen Blockhütten waren.

 

Wer heute von einem Quilt spricht, denkt gewöhn­lich an die oben genannten, meist gepatchten, Werke aus Amerika. Quilts findet man jedoch auf allen Kontinenten. Forscher und Entdecker haben zum Beispiel in Ägypten Abbildungen und Beschreibun­gen von Quilts gefunden, die mehr als 4.000 Jahre alt sind.

 

Waren früher die Quilterinnen regional sehr be­grenzt, so hat man heute durch moderne Kommuni­kationsmittel, wie z.B. das Internet, die Möglichkeit sich international auszutau­schen. So haben sich auch folgende Frauen über das Internet gefunden und die Gruppe „Quilter-ohne-Grenzen“ gegründet:  

Edith Blaurock, Koblenz

Evelin Engert-Berger, Siegen
Maren Fischer, Leerhafe
Elisabeth Germann, Kanada
Hedy Hau, Gießen
Sabine Kober, Siegen
Sabine Koerner, Mittenaar
Bärbel Müller, Dornburg
Anne-Mette Niemann, Dänemark
Manuela Simon, Elbtal
Beatrix von der Heiden, Leun

Über das Internet, aber auch bei persönlichen Treffen, werden Informationen und Techniken aus­getauscht. Durch verschiedene Kurse bei renom­mierten Künstlerinnen aus dem In- und Ausland wurde das Wissen der Gruppenmit­glieder vertieft.

 

Bei zahlreichen Ausstellungen und Wettbewer­ben wurden einzelne Werke gezeigt. Die Gruppe „Quil­ter-ohne-Grenzen“ zeigt hier aber erstmals gemein­sam in einer öffentlichen Aus­stellung einen Teil ihrer Quilts und Patchwork­arbeiten.

 

Die Ausstellung, die zum ersten Mal im Dorfgemeinschaftshaus Elbgrund stattfindet, ist am Sonntag, dem 10. Dezember 2006 in der Zeit von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Vernissage, die von der Theatergruppe „Tatamote“ mitgestaltet wird, beginnt um 11.00 Uhr.